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Modellbau-Kulissen 1:32
im
Maintal-MOTODROM
Das Rennsportthema finden Sie auf der Website
Modellbauspass |
Die Website "Modellbahnspass"
ist mit dieser Website verlinkt, damit dort das reine Rennsportthema
behandelt werden kann. Die Modellanlage ist allerdings in eine
Bebauung eingebettet, die sehenswert ist und einen ganz eigenen
Charakter hat. Hier wurden Objekte aus Maintal im Maßstab 1:32 nachgebaut
und in einer fiktiven Anordnung in Szene gesetzt. Wer sich nur für diesen
Teil des Modells interessiert und mehr modellbautechnische Details sehen will, kann dies hier
kompakt genießen.
Objekte auf der Rennsportlanlage "Modellbauspass"
Der Zweck bestimmt das Konzept
Ein Hobby lässt sich leicht mit mehreren
Passionen verbinden, um dessen Wirkung zu erhöhen. Viele Carrera-Fans
haben ihren Spass am Rausch der Geschwindigkeit, an Rennen und der
möglichst exakten Abbildung der Rennsportabläufe. Für sie zählt allein
die Technik und die Zweckmäßigkeit. Stattliche Rennstrecken werden auf
dem Boden zusammengebaut und bespielt. Kollidieren Fahrzeuge, steigt man
über die Miniaturbahn und behebt die Störung, wie einst der Riese
Gulliver. Ein Modellbahnfreund aus dem Taunus stellt neben abgebildete
Anlage zum Beispiel als Attraktion für Kindergeburtstage zur Verfügung.
Einzelne Kulissenteile werden auf den vorgefertigten Segmenten drapiert,
um Rennsportfeeling zu erzeugen. Der Vorteil ist der schnelle Auf- und
Abbau.
Im Gegensatz dazu bin ich modellbaubegeistert
und verliere mich gern in einer detailgenauen Modellanlage, die mir sehr
viel Raum für Gestaltung lässt. Bei einer Besichtigung in der damals
noch im Ausbau befindlichen Anlage im Jahr
2017 machte er sich
mit dem Aufbau auf Tischniveau vertraut und er war von der
perspektivischen Sicht auf die
Anlage begeistert. In Augenhöhe wirken Details ganz anders
als am Boden.
Eine Tischversion muß allerdings so konzipiert sein, dass
man bei Störungen von allen Seiten auf Armlänge an die Bahn herankommt. Das schließt ein Bahnlayout wie neben gezeigt aus. Wer allerdings
nur Spaß an der Technik und am Spiel haben will und detailgenauen Modellbau scheut, wird
nicht die Tischversion wählen. Diese hat jedoch gewaltiges Potenzial.
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Die ganz andere Rennsportanlage


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Randbebauung als örtlicher Bezug
Es wird zunächst etwas irritieren, wenn
die Vorstellung einer Rennbahn mit der Randbebauung beginnt. Hier
ist aber der direkte Bezug zu Maintal wichtig, weil es ja
bevorzugt um Modellbau und nicht um ein Carrera-Spielzeug geht.
Das ermöglicht den Bau interessanter Gebäude, die bekannt sind und
den besonderen Reiz der Anlage ausmachen.

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Realität
und Phantasie verbinden sich zu einer Miniaturwelt, die funktional ist -
eine Welt für sich!

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Auf
vielen Dachböden, in Kellern und in anderen Räumlichkeiten befinden sich
kleine künstliche Lebensräume, an denen ihre Besitzer beharrlich
werkeln, um sie immer perfekter zu gestalten. Phantasie und Wirklichkeit
werden kombiniert, um eine Welt zu schaffen, die Freude bereitet. Im
Ruhestand hat man dazu die nötige Zeit und Muße, oft auch das
erforderliche Geld, um sich spezielle Wünsche zu erfüllen.
Es wäre mühsam, die vielen Arbeitsstunden zu ermitteln, die zu diesen
Ergebnissen führten. Es waren für mich ausschließlich Stunden der
Entspannung und der Freude, bei denen ich mir dann kleine Erfolgserlebnisse
bescherte, wenn ich sie zum persönlichen Ausgleich brauchte.
Modellbau, Technik, Fotografie und Filmschnitt lassen sich herrlich kombinieren. Die
Fotografie, speziell die Nachbearbeitung von Fotos und die Kombination mit
Hintergrundbildern, vermitteln Eindrücke, die man direkt auf der Anlage kaum
realisieren kann.
So gelang bei den nebenstehenden Fotos eine phantastische
Tiefenwirkung und zeigen fiktiv, wie sich der Modellbauer die mögliche
Einbettung seiner Anlage in die heimische Umgebung vorstellt.
Burg Rabeneck
Einige Rennstrecken, wie der Nürburgring, haben markante geschichtliche
Besonderheiten zu bieten, z.B. eine Burg. Maintals Geschichte gibt so
etwas leider nicht her, zumindest sind Überreste noch nicht entdeckt
worden. Dennoch fand ich es schön, die Naturtribüne der Ostkurve mit
einer Ruine zu komplettieren. Ich nenne sie seitdem "Burg Rabeneck". Viel
ist nicht übrig von den Gebäuden, nur ein Mauerfragment mit Wehrgang und
ein Burgfried. Etwas verfallen ist der an der Mauer angebrachte typische
"Abtritt".
Das Diorama wurde aus dünnem Hartschaum hergestellt, der sich leicht
prägen lässt. So konnte das Mauerwerk individuell ausgeprägt werden. Nach
der dunklen Grundierung wurden die erhabenen Mauerstrukturen mit einem gut
abgestrichenen Pinsel etwas heller gestaltet und einige Steine
andersfarbig hervorgehoben. Der Pflanzenbewuchs wurde mit einer aufgedrehten
Kordel kombiniert, um Kletterpflanzen naturgetreu anzulegen. Wilde Blumen
und Gräser auf den Mauern und Mauerresten lassen das Diorama noch echter
aussehen.
Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, lassen sich gewonnene
Eindrücke realisieren.
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Im April 2020 wurde ein
Hintergrundsbild gemalt und montiert

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Historisches und Neuzeitliches
In einem gelungenen Arragement von Gebäuden dürfen natürlich auch
modernere Gebäude nicht fehlen.
In den 80er Jahren gab man Architekten eine Chance, familienfreundliche
Wohnungen zu bauen, die heute als Eigentumswohnungen sehr gefragt sind.
Die Front eines solchen Hauses habe ich als Randstaffage auf meiner Anlage
nachempfunden. Üppig bepflanzte Balkontröge und auf das Objekt abgestimmte
Markisen signalisieren, dass hier Menschen mit einem bestimmten Niveau
wohnen.

Das Modell besteht aus Hartschaumplatten, Teilen aus Weichplasitk,
bedruckten Spezialdruckbögen und aufs Material abgestimmten Klebern und
Farben. Das Ergebnis ist zufriedenstellend und kann auf der
Jubiläumsseite noch
detaillierter betrachtet werden. Diese Seite ist besonders zu empfehlen,
weil sie noch mehr Eindrücke vermittelt als diese Website.
Klinkerhaus als Hintergrundbebauung
Das große Wohnobjekt machte Mut, weitere sehr "schmale" Hauskulissen zu
bauen, mit denen der Hintergrund abgerundet werden kann. Die Tiefenwirkung
entsteht durch das Verwenden von Fotos attraktiver Raumausstattungen, die
in den Innenräumen angebracht werden. Im Vordergrund wurden hinter den
Fensterscheiben Gardinen angebracht. In den Räumen werden Figuren
angebracht, die alle Proportionen relativieren. Alles zusammen ergibt die
optische Täuschung. Weitere Bilder
des Objekts und die Beschreibung sind HIER
zu sehen.

Ins Gesamtarragement fügt sich das Haus gut ein.

Haus der Dörnigheimer Altstadt
Ein besonders schönes Haus der Dörnigheimer Altstadt ist nun auch Teil der
Modellanlage. Das Heyer-Haus der Frankfurter Straße, Baujahr 1906, ist ein
Haus aus hellen Klinkersteinen, wie sie in der Gründerzeit üblich
waren. Auch dieses Diorama war sehr aufwändig. Es wurden viele Elemente
entsprechend detaillierter Fotos kreiert, die einen perfekten Eindruck
ermöglichten.

Wachenbuchener Brunnen
Brunnen gehören einfach zu einem historischen Stadtbild, auch wenn sie
modern daher kommen, wie der Wachenbuchener Brunnen, der hier zu sehen
ist. Er ist aus natürlichen Werkstoffen und Farben hergestellt und
täuschend echt.

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Rustikales
Malergerüst
Häuser, auch wenn sie
noch so schön dastehen, wie das alte Wachenbuchener
Rathaus, bleiben nicht vor kurzfristigen
Ausbesserungen der Fassade verschont. Das
Stahlrohrgerüst ist dem Original nachempfunden und
die Zwischenbretter haben den typischen Einstieg,
der über die Leiter erreichbar ist. Das Modell
wurde mit Aluminiumdraht und dünnen Holzleisten
hergestellt und mit der entsprechenden Patina
versehen. Auch hier unterstreichen die Figuren die
sehr maßstabsgetreue Ausführung.
Traditioneller Fahrradständer
Typisch für Relikte aus alter Zeit ist der
Fahrradständer im Hof des Rathauses. Der stand dort
zwar nie, passt aber ganz gut ins Diorama. Die
Profile für die Fahrradaufhängung wurden aus
Kunststoff hergestellt und gebogen. Das Dach aus Kunstoff
wurde wie Wellblech geprägt.
So bekam das Dach das Profil und die leichte
Wölbung. Der rustikale Anstrich und die zwei
Fahrräder runden das Diorama ab.
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Das
Hochstädter historische Rathaus
...findet
einen Platz auf der Modellanlage
Als Bürger von Hochstadt war es schon seit langer Zeit mein Herzenswunsch,
das historische Rathaus im Modell nachzubauen. Wie es entstand, ist
HIER zu sehen.
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Mehr Einzelheiten auf obiger Website
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Die Vorbereitungen zum Bau waren sehr umfangreich, um
an die Maße zu gelangen. Das Erdgeschoss und der 1.Stock waren leicht
auszumessen. Der Rest wurde mit Skizzentechniken ermittelt.
Es fehlten
anfangs allerdings noch Einrichtungsgegenstände und Figuren, die das Rathaus erst
nach der Installation der Beleuchtung belebten.
Die Arkaden haben inzwischen Garnituren und der
Außenbereich die Sonnenschirme. Die Wandlampen und die Schilder über dem Eingang
sind montiert.
Das größte Problem war das Dach mit dem komplizierten Turmeinbau.
Hier mussten die Kenntnisse des technischen Zeichnens wieder aktiviert und
umgesetzt werden, damit die richtige "Abwicklung" projiziert werden
konnte.
Die Wetterfahne und der Straußen-Kranz sind naturgetreu nachempfunden. |
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Das alte Wachenbuchener Rathaus von 1555



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Wachenbuchen ist präsent
Das historische Rathaus von Wachenbuchen
ist auch in Wirklichkeit ein Schmuckstück. Es derart detailgetreu
nachzubauen, war eine echte Herausforderung. Einige Restarbeiten
stehen zwar noch aus und die Einbettung ist dem Gesamtkonzept
geschuldet, trotzdem wirkt das Arragement sehr gelungen. Erstmals
wurde auch der Geländeverlauf nachgebildet und der Platz vor dem
Rathaus besitzt den authentischen Brunnen, der zwar recht
ansprechend, jedoch nicht historisch ist.
Im Erdgeschoss ist die Bücherei
untergebracht, wie sie noch vor einigen Jahren dort anzutreffen
war. Im 1. Stock befindet sich ein großes Sitzungszimmer, in dem
gerade eine Besprechung stattfindet, sowie ein kleines Kaminzimmer
mit brennendem Kamin. Das darüber liegende Dachgeschoss besitzt
zwei eingerichtete Wohnräume, die wie alle anderen erwähnten Räume
beleuchtet sind. Auch das historische Tor zum Kirchhof mit seinen
schmiedeeisernen Gittertoren ist vorthanden.
Das Modell sowie das Pflaster wurde wieder
aus Kunststoffplatten geprägt und farblich angelegt. Die Fenster
sind aus dünnem Karton und Kunstglas.
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Angrenzende Musikschule
(wurde inzwischen durch eine Kirche
ausgetauscht)




Historische evangelische Bauernkirche
Dörnigheim



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Bau der historischen Kirche
Die historische Dörnigheimer
Bauernkirche, die erstmals 793 erwähnt wurde, ist das Wahrzeichen
von Dörnigheim. Das unten stehende Foto ist die Sicht von der
anderen Mainseite.

Das Kirchenschiff musste aus Platzgründen
etwas angepasst werden. Ansonsten entpricht das Modell exakt dem
Original. Das Modell wurde wieder aus dünnen Kunststoffplatten
gebaut, deren Textur mit einem Stichel graviert wurde. So konnten
die vielen verschiedenen Baumaterialien differenziert abgebildet
werden.
Einige Details, wie die Kirchenfenster und die Türen
wurden per PC-Druck hergestellt und eingebaut, einige Teile des
Turms aus Holz gedrechselt, die Kugel auf der Spitze mit Blattgold
verziert und die Schiefertextur des Daches ausgedruckt und auf das
Kunststoff aufgebracht.
Die Inneneinrichtung, Bänke, Altar, Orgel,
Empore und Kanzel wurden nachgebildet und die Dachrinnen aus
halbierten Strohhalmen hergestellt.
Das Ergebnis kann sich nach erfolgter
Beleuchtung innen und außen sehen lassen. Das nebenstehende Bild
zeigt die Kirche in der Bauphase.
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Morgendliche Ruhe liegt über der Altstadt...

Eine
kleine Parkanlage mit einem Kriegerdenkmal ist
ein Ort der Besinnung

...doch
sie füllt sich am Fachwerkhaus
und am Brunnen schnell mit Leben

An der
Litfaßsäule werden die Neuigkeiten studiert und ein Drehorgelspieler
schart Kinder um sich

Am
(real nicht mehr existierenden) Untertor
mit seinen renovierungsbedürftigen Wänden und dem Rest der Stadtmauer ist der Ortsausgang
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Da es unattraktiv wäre, hier nur ein kleines
authentisches Gebäude
zu platzieren, habe ich einen Dorfplatz geschaffen, der verschiedene
Gebäude gut zur Geltung kommen lässt. Die Gebäude sind
echten Vorbildern, die in Maintal stehen, modellgetreu nachempfunden. Wer sich
in der Stadt auskennt, kennt natürlich die Gebäude.
Wichtig
war mir der alte Dorfbrunnen, der an der Linde in Dörnigheim steht, weil er so
typisch für die Region ist. Ein fast baugleiches Exemplar steht auch auf
der Hauptstraße in Hochstadt.
Eine
gewaltige Arbeit war es, das Pflaster zu prägen, denn dies ist in
dieser Form nicht im Handel erhältlich. Die kleine von einer Mauer
einrahmte Grünanlage bekam ein Kriegerdenkmal, wie es im Original am Hochstädter Obertor steht.
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Der Blick vom Zeppelin auf Häuser und Pflasterstraßen
Weitere
interessante Bilder HIER
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Der
Pizza-Flitzer ist unterwegs
Durch die Altstadt fährt mal wieder der
"Pizza-Flitzer", besser unter dem Namen "Super-Calimero" bekannt.
Normalerweise sind das Kleinwagen, weswegen sie auch Flitzer genannt
werden. Es wäre aber ein guter PR-Gag, wenn eines dieser italienischen
Dreiräder zum Einsatz käme.

Auf der Modellbahn macht es sich jedenfalls sehr
gut!
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Der Eismann ist unterwegs
Im Sommer sind die Eisverkäufer unterwegs. Mario Benedetti ist
mit Gelati von Deleidotti und dem Dreirad in der Altstadt, um Menschen
zu erfrischen. Dies ist mir aus meiner Kindheit noch bekannt und die
Umsetzung macht mir große Freude. Zur Eigenkonstruktion wurden Teile eines Bausatzes
von Fahrrädern im Maßstab 1:35 verwendet und mit einer passenden
Figur kombiniert.

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Die
Freiraumgalerie am MOTODROM

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Maintal ist bekannt für seine
Freiraumgalerien, die überall zu bewundern sind.
Einheimische Künstler schaffen hier kleine Kunstwerke, die
sehenswert sind.
Auf meiner Modellanlage räumte ich diesen
Grafitties einen passenden Raum ein, der typisch für den
Platz dieser
Kunstrichtung ist. Auch innerhalb des MOTODROMs sind sie zu
finden.
Die Fotos der Grafitties wurden in
Mauerwerk eingebettet, das etwas durchscheint, damit sie echt
wirken. Auch hier entdeckt sie der Betrachter erst bei intensivem
Studium der Anlage, denn der Gesamteindruck erschlägt ihn zunächst.
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Der Eingang zum MOTODROM

Der umgestaltete Eingangsbereich
zum MOTODROM
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Eine Anlage wächst mit den Möglichkeiten
und neuen Ideen. Immer wieder muss man das Gesamtkonzept
überdenken und auf Plausibilität überprüfen. Hier helfen die
vielen Fragen, die sich Kinder stellen. "Wie kommt man denn
als Besucher ins MOTODROM?", war eine dieser Fragen. Anfang Oktober 2018 gestaltete ich den
Eingangsbereich um und gab ihm ein zum Kassengebäude passendes nostalgisches
Aussehen. Es sollte erkennbar sein, dass das heutige MOTODROM
aus alter Bausubstanz entstanden war. In einer Zeit, in der man sich vorschnell von
traditionsreichen Gebäuden trennt, geht viel Geschichte verloren.
Auch wenn das Haupttor um einen neuen breiteren Zugang ergänzt
wurde, so blieb auch das alte Tor erhalten. Der Eingangsbereich
für Besucher wurde allerdings mit einer Drehtür versehen. Nun ist
diese Frage abgearbeitet.
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Ausgangspunkt jeder Besichtigung
Bereits 2017 fragten mich
Besucher der Modellbahn immer wieder, wo denn der Eingang für Besucher sei und wie man
auf die Tribünen und in den Innenraum gelange. Natürlich bin ich
bestrebt, die Infrastruktur immer perfekter abzubilden.
Also
musste ein Kassenhäuschen her. Es musste allerdings zu Maintal
passen. Da mich der Charme alter Gebäude reizt, nahm ich ein
uraltes Kassenhäuschen vom Nürburgring zum Vorbild und baute es
nach. Mir half dabei sehr ein Papierbastelbogen, den ich als
maßliche Vorgabe nahm und verwendete einige Abbildungen für die
Fenster und die Tür.
Die nun integrierten Mauern prägte ich natürlich wieder in
handelsübliche Weichplastikplatten, die ich farblich anlegte.
Für das Dach verwendete ich Biberschwanzdekor aus dem Fachhandel
für Architekturbedarf.
Die Drängelgitterstangen stellte ich aus
Alu-Draht her, wie sie auch auf den Tribünen angebracht sind.
Werbetafeln und ein Kaugummiautomat runden das Diorama ab.
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Neben dem Gästehaus fügt sich das
historische Kassenhäuschen gut in die Umgebung ein und ist nun der erste
tolle Hingucker der Modellanlage. Dass das Modell zudem noch
fotogen ist, beweisen die Bilder.
Bis zum Oktober 2018 war neben dem Eingang zum
Motodrom auch dessen Verkehrsanbindung noch nicht voll ausgeprägt. Es
fehlte einfach der Platz und die erste Lösung war zu knapp bemessen.
Schuld war die bereits erwähnte Armlänge, mit der man die Fahrzeuge der
Bahn bei Störungen erreichen sollte. Mit
einem weiteren Ausbau der Modellanlage wurde dies jetzt behoben.
Dieser Bereich erhielt nun Zufahrtsstraßen, eine
Bushaltestelle und einen Kiosk. Für den Müll und das Altglas gibt es
jetzt einen kleinen Sammelplatz. Der gesamte Bereich ist noch
gepflastert, wobei neue Pflastervarianten mit alten Pflastermuster
kombiniert wurden. Alte und neue Bausubstanz, Grafitties und die
Pflanzen schaffen die perfekte Illusion.
Zuvor war bereits die Trennmauer mit einer
Drehtür zum Motodrom erstellt worden. Bisher war das Motodrom durch
einen Maschengitterzaun getrennt und die Besucher nutzten den
Zugang am Gästehaus.
Die Straße "Am MOTODROM" erhielt eine
Bushaltestelle mit gleichem Namen Sie ist der schlichten Bauweise aller
maintaler Origninale nachempfunden und sie wurde mit dem sehr gelungenen
Grafitti einer Bushaltestelle in der Waldsiedlung verziert.
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Die Rückseite zeigt
ein etwas rustikaleres Grafitti, das eher dem Müllplatz entspricht.
Nachfolgende Bilder sind deshalb besodners authentisch.
Die Trinkhalle bzw. der Kiosk gegenüber der
Bushaltestelle sind ebenfalls typischen Bauformen in Maintal
nachempfunden. Die Einrichtung ist zweckmäßig und übersichtlich.
Die lebhaften Szenen auf dem Platz wurden durch
passende Figuren ausdrucksstark und greifbar gezeigt, so dass
mit Phantasie viele
Deutungen hineininterpretiert werden können. Platz und
Umgebung passen jetzt exakt zum Objekt und einmal mehr ist ein Hauch
Maintal spürbar.
Eine interessante Feststellung ergriff von mir
Besitz, als dieses große Diorama fertig war. Ich glaubte, das alles genau
so schon erlebt zu haben. Es wird wohl daran liegen, dass ich in den
Modellbau sehr viel Gefühl lege und ohne es zu wissen Situationen
kopiere, die ich im Unterbewusstsein vor mir sehe.
Damit erreiche ich eine besondere Stufe des
Modellbaus, die von innen heraus gesteuert wird. Das wird sogar am
handgefertigten Straßenpflaster deutlich, über das ich seit Jahren im
alten Ortskern laufe.
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Rettungsdienste im MOTODROM
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Treppensturz zweier Besucher sogt für
rege Aktivitäten...

...und den Abtransport per
Rettungsfahrzeug und Hubschrauber
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Im Motodrom passieren immer wieder Unfälle. Heute
sind zwei Besucher auf der großen Treppe gestürzt und müssen versorgt
werden. Der Notarzt ist vor Ort und Spezial-rettungskräfte übernahmen die
kritische Höhenbergung.


Nach der Stabilisierung erfolgt der Abtransport.
Ein Patient muss sogar mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden.
Der handelsübliche Notarztwagen musste natürlich
umgebaut werden. Für knapp 13 € kann man einen Hubschrauber kaufen, der
angepasst werden muss, damit er einem Rettungshubschrauber gleicht.
Zusammen mit dem Notarztwagen bildet er er ein klassisches Ensemble, das
mit passenden Figuren ergänzt wird. Wichtig
ist auch hier, dass der Maßstab 1:32 eingehalten wird.
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Heute besitzt die Hubschrauberplattform eine Erweiterung aus
Stahlgittergeflecht, um den Wartungsbereich zu vergrößern
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Zufahrt
vom und zum Fahrerlager

Autorennbahnen kennen keinen Zugang zum
Fahrerlager. Eine Modellanlage muss jedoch auch diesen Punkt
berücksichtigen. Ein handelsüblicher Good-Year-Bogen wurde etwas
aufgepeppt und eine Zufahrt angelegt. Ein passendes und modifiziertes
Hintergrundbild vermittelt nun die Illusion eines Fahrerlagers.
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Villa am
Motodrom
Der Chef der ADAC-Flugrettungszentrale ist in
einer kleinen Villa nebenan untergebracht. Dieses Gebäude ist ebenfalls
Teil der Randbebauung der Anlage.
Grundsätzlich besteht die Alternative, als
Hintergrund einer Modellanlage Wandbemalungen, große verketteete Poster
oder andere Motive anzubringen. Eine farblich angepasste Wand ohne Muster
erlaubt jedoch eine Randbebauung, die das Ensemble abrundet.
Bei den Gebäuden handelt es sich um schmale
Objekte, die allerdings innen mit Hintergrundbildern versehen werden, die
Tiefe vermitteln. Das Auge lässt sich betrügen und Kameras natürlich auch.
Platziert man in den Räumen Möbel oder Personen, wird die Tiefenwirkung
noch verstärkt.
Randbebauungen müssen mit sehr viel Sorgfalt
kreiert werden, wenn auch sie zu "Hinguckern" werden sollen.
Orangerie am
Motodrom
Ein weiterer Hingucker der Randbebauung ist die
Orangerie, die von der RedBull-Lounge aus besucht werden kann. Die zu
sehende Palmenhalle hat eine unglaubliche tiefenwirkung, obwohl sie nur 8
cm tief ist. Die Wirkung wurde dadurch erzielt, dass vor dem
Hintergrundbild ein wuchtiges Geländer angebracht ist und davor
selbstgefertigte Bananenstauden und Personen stehen.
Das Dach besteht aus Kunststoffprofilen und
Klarglas in Folienform. Das Mauerwerk und das Geländer des Balkons ist
ebenfalls aus Kunststoff und Holz gefertigt.
Motodrom-Center
Eine weitere Randbebauung ist das Motodrom-Center
mit einem McDonald-Lokal, einer Rennsportbar, einem Markt und einer
Remnnsportboutique direkt gegenüber der Tribüne. Auch hier kamen
originelle Fassadenelemente zum Einsatz und eine gepflegte
Innenausstattung. Ein kleines Highlight ist das Klavier in der Bar.
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Das Gästehaus
"Am Motodrom"

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Zur
Unterbringung der Testfahrer und dessen Anhangs lädt das der
Teststrecke angegliederte Hotel ein. Die Zimmer sind meistens ausgebucht. Spezielle Fensterverglasungen dämmen den
Lärm des Testbetriebs.

Interessant ist die Backsteinarchitektur, kombiniert
mit Stahl- und Glaselementen. Die Fußböden im Treppenhaus haben
Granit-Dekor und auf der Dachterrasse sind Krallensteine verlegt. Der
Handwerker mit rustikalem Werkzeugkasten verlässt gerade das Hotel nach
einer Reparatur.

Der Bau des Hotels mit seinen vielen Details war
eine äußerst interessante Modellbautätigkeit, denn alle Zimmer sind
tapeziert und voll eingerichtet, verfügen über Teppichböden und Fliesen
und den ersten Stock erreicht man über eine Teppe, die wie ihr
echtes Vorbild gebaut ist.
Sehr viel Arbeit stecken in den Pflanzen, die es
als Modelle so nicht zu kaufen gibt. Alle Blätter sind doppelseitig
ausgedruckt, einzeln ausgeschnitten und auf Drahtgerippe aufgeklebt.

Der Efeu-Bewuchs wirkt absolut echt und verleiht dem Bau eine ganz
besondere Note.
Rund
um das Motel herrscht rege Betriebsamkeit, wie man sieht. Im Rennbetrieb
geht das etwas unter. Doch dem aufmerksamen Betrachter entgeht nichts.
Abreisende, Wartende, sich amüsierende und arbeitende Personen entdeckt
man an jeder Ecke und sie sorgen für Leben auf der Modellanlage. Wenn Szenen
immer mal wider umgruppiert werden, entstehen völlig neue Eindrücke.
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Das Werkstattzentrum kurz nach der
Inbetriebnahme

Inzwischen ist die Reifenwechselzone der Zentralwerkstatt
vorgelagert


An der Tankstelle im Retro-Look ist Betrieb, denn das Training
beginnt gleich
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Lüftungsgeräte, die Klimanlage und die
Solarzellen auf dem Dach

Wer genauer hínsieht, entdeckt Kisten mit Ersatzteilen,
Werkstatteinrichtungen und Geräte,
wie eine Säulenbohrmaschine, eine Drehbank, ein Elektroschweißgerät und
Handwerkzeuge


Denkt man sich die Hausfassade weg, so zeigt sich die
Inneneinrichtung

Gegenüber der Zentralwerkstatt ist die Trafostation

Reparaturen an der Trafostation
In einer solchen Rennsportanlage mit
Werkstätten und Flutlichtmasten ist natürlich der Stromverbrauch
hoch. Aus diesem Grund wurde eine Trafostation errichtet. Im
harten Betrieb bleiben Reparaturen nicht aus und die mit der
Wartung betraute Firma ist mit ausreichendem Personal angerückt,
um Schäden zu beheben.
Der in einem Container untergebrachte
Versorgungsraum ist über eine Treppe zu erreichen und die Anlage
ist mit einer umlaufenden Plattform versehen, von der eine Leiter
auf den Dachaufbau führt. Inzwischen reinigen sich die Monteure
von ihrer teilweise schmutzigen Arbeit und sind bereit zum
nächsten Auftrag.
Diese kleine Diorama entstand aus der
Kombination zweier älterer Container, um sie platzsparend
wiederzuverwenden. Dabei entstand dieses raffinierte Detail. Es
ist ein gutes Beispiel für die Verwendung von Resten. Richtig
platziert erhöhen sie die Anlagendichte und führen auch
Figuren in die richtige Umgebung. So entstehen kleine
Situationsschilderungen - also Dioramen.
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Rentnergruppe ist auf Besichtigungstour
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Das Michael-Schumacher-Haus
Auf
der Aussichtsplattform der Rennleitung, die man vom Gästehaus aus sieht, wurde eine Gastronomie
eröffnet. Die Besucher sitzen auf Festzeltgarnituren und
genießen Riesenrindswürste mit Senf und Brötchen. Eine Hähnchenbraterei
und ein Kiosk sowie die Sitzgruppen sind durch Markisen vor
Sonneneinstrahlung geschützt.
Auf dem Dachgarten befindet sich ein Wellness-Bereich für spezielle Gäste,
die das auch richtig genießen.

Im Erdgeschoss sind die Boxen der Teams und im ersten Stock ist die
Rennleitung untergebracht.
Ein kleiner Aussichtsturm in der Westkurve - der STIER-Turm
- bot bis Septembeer 2018 einen guten Überblick über die Anlage. Heute
wurde er durch einen neun Turm ersetzt.

Mit
solchen Details entstehen kleine Dioramen, die auf der Anlage entdeckt
werden können. So spielt sich automatisch reges Leben ab, das in der
Wirklichkeit nicht anders aussehen würde.

Das Toilettenhaus neben der Haupttribüne
Ein Sprung zur Haupttribüne vermittelt einen Eindruck vom kleinen
Toilettengebäude mit Tribünenzugang. Hier wurde ein altes Gebäude von 1930
für diesen Zweck hergerichtet. Auch hier ist es wieder wichtig, dass die
Infrastruktur stimmt und die Wege zu den Einrichtungen nachvollziehbar
sind.


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Der neue
Licher-Turm


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Mit der Rekonstruktion alter Bausubstanz
wurde das Gebäudeensemble mit einem Turm versehen, den ein Aufbau
einer Eisenkonstruktion ziert, wie es in der Gründerzeit üblich
war. Dafür musste der Stier-Turm weichen. Nun ist der Anblick
"rund" und unterstreicht das Flair des Motodroms.
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Abseits des Rennbetriebs
Da sich das Motodrom in die Landschaft einfügt,
spielen die Ränder der Anlage eine große Rolle. Kleine Dioramen zeigen die
Beschaulichkeit, die aich abseits des Rennbetriebs eröffnet.

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Eine
Schulklasse besichtigt den Limesturm unter Leitung der Legionäre der
Saalburg







Nach dem Ausflug zum Schützenhäuschen sollte man den kleinen See
direkt an
der Rennbahn besuchen, der vom Angelverein gepachtet ist


Hier gibt
immer wieder Ärger mit Badenden...

...weil
der See an den Angelverein verpachtet ist
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Der
Limes-Turm


Auf der
Zufahrt zu Limesturm liegt ein Fahrzeug mit einer Panne fest. Der
Beifahrer wartet auf den ADAC und vertreibt sich die Zeit mit der
Beobachtung des Renngeschehens.
Am
Limesturm führt Wilfried vom Hartighof immer seine Lieblingskuh aus. Mit
dabei ist sein Schäferhund. Die Kuh ist übrigens rennsportverrückt und hat auch
beim größten Lärm die Ruhe weg. Dennoch führt Wilfried sie am Seil aus.
Das
Schützenhäuschen
Das
Hochstädter Schützenhäuschen kam ebenfalls in die Auswahl. Auf einer
leichten Anhöhe hat man hier einen guten Ausblick. Im Maßstab 1:32 ist
es ein Hingucker. Das Dach ist Ziegel für Ziegel von Hand gedeckt und die
Details des Originals wurden exakt übernommen.

Kleingarten auf der Hartig
Am Fuß des Schützenhäuschens richtete ich einen Kleingarten
her, der eine ganz alte Bausubstanz hat. Von einem Stradkorb aus
hat man einen herrlichen Blick auf das Motodrom und das Schützenhäuschen.


Firma
SPAHN ist auch vertreten
Maintal
ist ohne die Fahrzeuge der Firma SPAHN nicht denkbar. Zumindest ein
Fahrzeug musste also vertreten sein.



Angeln
am Motodrom
Wo
in Maintal Wasser ist, ist das Baden verboten. So auch auf meiner
Modellanlage. Angler und Badesee, das verträgt sich nicht.
Wenn die Fische
nicht beißen, muss der mitgebrachte Proviant dran glauben...
Wasser ist für den Modellbauer stets eine Herausforderung. So auch auf
dieser Anlage. Der Platz war begrenzt und die tatsächliche Größe des
Gewässers musste offen bleiben. In Maintal gibt es mehrere kleine Seen,
die dem Schutz von Wasservögeln dienen und an
denen sich Angler vergnügen.
Ihre Lage direkt neben der Autobahn oder stark befahrener Bundesstraßen
ist mit der Lage des kleinen Sees an der Rennstrecke zu vergleichen.
Die Technik, einen kleinen See
zu gestalten, ist gar nicht so schwer. Hier werden mehrere bedruckte
Folien übereinander gelegt und anschließend der Rand gestaltet. Fließendes Wasser muss man
dagegen mit Kunstharz herstellen. Geeignetes Material findet man in jedem
Baumarkt |


Das MOTODROM profitiert von der
landwirtschaftlichen Nutzung in Form von Strohballen, die der örtliche
Landwirt anliefert
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Besuch
aus Friedrichshafen

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Immer wieder willkommen ist das Luftschiff LZ 07 aus
Friedrichshafen, das für GOODYEAR Reklame fliegt. Mit seinen zwei
Sternmotoren und dem Motor im Heck des Luftschiffs ist es höchst
manövrierfähig. Die etwas kleinere Ausführung kann jedoch nur wenige
Fluggäste transportieren.
Der
modifizierte Nachbau besteht aus Papier und wurde dem Maßstab der
Bahn angepasst. Dabei kamen einige Materialien zum Einsatz, die
Modifikationen des Luftschiffs nachbilden
sollten. Auch hier diente wieder als Hauptarbeitsmittel der PC,
womit ein Rüger-Papier-Modellbaubogen in einen anderen
Maßstab umgewandelt und viele Details sowie die Werbung realisiert
wurde.
Insgesamt
entstand ein recht realistischer Eindruck, wobei die beiden Motore
echte Hingucker sind.
Das
Luftschiff "schwebt" an unsichtbaren Fäden und ist an einer
kleinen Traverse befestigt, die ein unkontrolliertes Drehen und
Schaukeln verhindert. |
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Eine
Brücke zur Rennleitung
Die Rennleitung und die Gastronomie sind auch über eine
Fußgängerbrücke erreichbar. Die kleinteilige Konstruktion war
sehr arbeitsintensiv. Auch hier sind es erst die Personen, also die
Figuren, die eine solche Brücke richtig in Szene setzen. Die Brücke
bestand aus über 800 Einzelteilen!
Die Preisser-Figuren sind von der Qualität und der Ausdruckskraft her
besonders gut geeignet. Leider ist die Auswahl im Maßstab 1:32 nicht sehr
groß. Man muss auf 1:35 anderer Hersteller ausweichen.
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Kleiner
Plausch
Die
Raucher haben es auf der Rennstrecke schwer, denn das Rauchverbot wird
hier restriktiv gehandhabt. Raucher treffen sich etwas abseits zum
Plausch. Auf dem Foto unten gibt gerade ein Raucher dem anderen
Feuer.


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VIP-Terrasse
mit
Blick auf die Westkurven
Direkt
neben dem Schwimmbad wurde eine VIP-Terrasse eröffnet, die
einen tollen Blick auf die beiden Westkurven ermöglicht. Für VIPs ist
der Eingang am Schwimmbad. Der Badebetrieb ist mit der VIP-Terrasse um
eine kleine Attraktion reicher.
Normale Besucher
des Motodroms nehmen auf der Balkonterrasse
Platz. Das Eck-Gebäude fügt sich harmonisch in das Ensemble ein und die
vielen Einzelheiten sorgten für einen unglaublichen Spaß beim Modellbau.

Eine
Stahltreppe führt zur oberen Terrasse. Sie ist aus Restmaterialien der
großen Fußgängerbrücke gebaut. So finden auch Restmaterialen Verwendung.
Zum
Einsatz kamen wieder Holzleisten und dünne Kunststoffplatten, die
zugeschnitten, geprägt und verleimt werden mussten. Fußböden und Decken
sowie die Geländer sind im Holzdekor geprägt und angelegt. Natürlich durften
Blumenkästen nicht fehlen. Markisen und Tischdecken sind aus dünnem
Seidenstoff.
Passende Figuren füllen dieses kleine Diorama mit Leben. Der eine oder andere
Besucher - vielleicht sogar Rennfahrer - wird wohl noch hinzu kommen. Eine
kleine Theke und eine Kaffeemaschine werden das Ensemble abrunden.


Der Raum unter der Tribüne wird natürlich von Rennteams als Lagerraum
genutzt. Die Bauweise mit soliden behauenen Sandsteinen fügt sich besser
ein al sie bisherige kalte Betonbauweise der ersten Variante.
Der Licher-Turm
Ende September 2018 wurde der Stier-Turm durch den höheren Licher-Turm
ersetzt, der im Stahlbau-Look der Gründerzeit gestaltet wurde. Er rundet
das Gebäudensemble nun wesentlich perfekter ab.




Die kleine Werkstatt am Rand
Am Rand des Rennbetriebs besteht die Möglichkeit, kleine Reparaturen an
Fahrzeugen vorzunehmen, die nicht direkt zum Rennbetrieb gehören. Eine gut
ausgerüstete Werkstatt mit traditionellen Werkzeugen und Ausrüstungen
arbeitet gegen Barzahlung, wie ein Schild verrät.
Besonderen Charme vermitteln die vielen nostalgischen Geräte und Schilder
und die rustikale Werkstatttür. Ein "Herbie" aus dem gleichnamigen Film
darf natürlich nicht fehlen.
Solche Dioramen sind
sehr arbeitsintensiv und nur mit Kopflupe und Pinzette zu meistern.
Diverse Techniken, um die Patina zu erzeugen, besorgen den Rest.


Die Dichte macht's!
Modellrennbahnen sind oft recht trist und ganz auf den flotten
Spielbetrieb ausgelegt. Darunter leidet der lebensnahe Eindruck. Erst die
bebaute Dichte und eine gewisse Fülle, die mit Figuren in allen
erdenklichen Situationen erreicht wird, macht aus dem Spielzeug eine
Modellbahn. Wenn sie klug geplant und raffiniert angelegt wird, ist der
Rennspaß voll vorhanden. Allerdings sind die Auswirkungen eines Crashs im
Rennbetrieb höher, wenn mit Sicherheitseinrichtungen gespart wird. Im
Modell müssen Leitplanken etc., die zwar dem Maßstab entsprechen, Kräfte aufnehmen, die zu beachten sind. Das Original liefert
die Vorlagen.
Zunächst glaubte ich, man bräuchte eine Rennbahn nicht in eine erweiterte
Umgebung einzubetten. Dann stellte ich jedoch fest, dass der Bezug zum
Umfeld eine besondere Atmosphäre erzeugt. So werde ich demnächst den
Bereich der Altstadt noch weiter ausbauen, um den Effekt zu verstärken.
Welche Objekte in die engere Wahl kommen, steht noch nicht fest.
Modellbau hat auch etwas mit Ästhetik und Freude über Gelungenes zu tun.
So wird der Modellbauer selten hundertprozentig zufrieden sein, wenn er
noch Potenziale findet. Das Auge registriert Harmonie und Authentizität
und gibt das ans Gehirn weiter. Es ist eine besondere Art des Genusses,
wenn alles stimmt.
Modellbauern kann ich nur empfehlen, das richtige Maß zu finden. Halbe
Freude ist rausgeschmissenes Geld und verlorene Zeit. Totaler Genuss wird
allerdings unerschwinglich sein und an persönlichen Grenzen scheitern.
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Bei
Start
und Ziel
ist die elektrische Steuerungszentrale der Modellbahn

Auf der Steuerung steht das Gebäude für
Siegerehrungen



Die Modellanlage zeichnet sich durch eine große Dichte aus. Wie in der
Realität sind Flächen für Gebäude rar.
Das zwingt dazu, jede Fläche sinnvoll zu nutzen. Im Bereich der Carrera
Anlagensteuerung bot sich ein neues
Funktionsgebäude an, das die Zentrale kaschiert und dennoch die Belüftung
sicher stellt.
Die Lösung war ein direkt gegenüber der Haupttribüne liegendes Gebäude für
die Siegerehrungen. Auch hier
musste der Zugang sichergestellt werden, was über eine kleine Wendeltreppe
erfolgte.
Bau der Trafostation



Die
Pressestelle
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Nun haben auch die
Presseleute ein eigenes Bürogebäude direkt neben der Tribüne. Mit
einem großen Büro im Erdgeschoss für zwei Redakteure ist die
Pressestelle der ideale Anlaufpunkt für Fotografen und Reporter
des Motodroms. Im Obergeschoss residiert der Pressechef, der
Interviews mit Fans und Funktionären führt.
Die Pressestelle ist
überraschenderweise der erste Blickpunkt des eigentlichen
Motodroms, was an der Beleuchtung liegen kann. Sie rundet diese
Seite der Anlage perfekt ab.
Das Gebäude wurde
aus Kunstoffplatten und aus Folien gefertigt, wie alle anderen
Gebäude der Anlage. Die Inneneinrichtung mit Büromöbel ist
ebenfalls handgefertigt.
Die an diesem Platz
bisher befindliche Toilette wurde auf die andere Seite der Tribüne
verlagert, wo sie neben dem Stier-Turm besser platziert ist.
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Das Dr.
Ove Rasmussen-Haus

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Ein weiteres Gebäude komplettiert die
Anlage. Nach dem Vorbild des Rennleitungsgebäudes auf der
Solitude entstand das "Dr. Ove Rasmussen-Haus",
das von Frank Rehberg im Jahr 2010 als Papiermodell entworfen
wurde. Nun habe ich es auf Kunststoff-Basis nachgebaut und dem
ehemaligen Maintaler Rennsportfan Dr.Ove Rasmussen gewidmet, damit
der Bezug zu Maintal hergestellt ist. Nicht ganz
unproblematisch war das Formen der Kunststoffplatten mit dem
Heißluftgerät. Die Fenster wurden etwas weiter ausgestellt, damit
es wegen der störenden Spiegelungen heutigen Konstruktionen
entspricht.
Das Originalgebäude wurde 1935 südlich von
Stuttgart gebaut und die Grand-Prix-Strecke war bis 1965 im
Einsatz. Der Charme des Gebäudes lässt die Zeit aufleben, in der
Dr. Ove Rasmussen sich der Marke DKW verschrieb, die später als
Auto-Union firmierte. Heute ist das der AUDI-Komzern.
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